Ökologischer Ackerbaubetrieb mit Milchkuhhaltung

Tierhaltung 160 Milchkühe (Holstein-Friesian, Schwarz- und Rotbunte) sowie die weibliche Nachzucht aus der eigenen Herde (ca. 120 Tiere); Laufställe als Außenklimastall.
Kulturen Getreide, Silomais, Körneleguminosen; Kleegras als Ackergrünfutter
Vermarktung Milch, Getreide, Schlachttiere (überwioegend an Verarbeiter); Zuchttiere
Öffentliche Anbindung Bahnhof Glauburg - Stockheim oder Ortenberg-Effolderbach an der Strecke Gießen - Gelnhausen). Bus: Schulzentrum Konradsdorf

Impressionen von unserem Hof

Helmut Keller, Betriebsleiter

Wir betreiben ökologischen Landbau auf rund 300 Hektar als Bioland-betrieb seit 1992. Der Standort auf lehmigen Basaltverwitterungsboden am westlichen Vogelsbergrand eignet sich besonders für die Kombination aus Futter- und Ackerbau mit einer Milchviehhaltung, die im Sommer den Schwerpunkt auf Grünfutter und Weidewirtschaft legt. Die hellen und luftigen Laufställe der Tiere mit Auslauf bieten zusammen mit einem induviduellen und respektvollen Umgang den Tieren ein artgerechtes Haltungssystem. Die Kälber werden zum teil an Ammen großgezogen. Wir arbeiten mit den in der Natur gegebenen Stoffkreisläufen und regulationsmöglichkeiten (z.B. Fruchtfolgen, Stärkung der eigenen Widerstandskräfte) und sehen unsere Arbeit nicht vordergründig als sterilen Produktionsprozess. Wir zeigen Besuchern gerne die Entstehung von Lebensmitteln als Werte zum Leben und die Bedeutung der regionalen Herkunft. Im ökologischen Landbau sind diese Zusammenhänge besonders gut darstellbar. Unser Hof erzählt von seiner über 1.200 Jahre alten Geschichte, aus der es noch BAuten des ehemaligen Klosters gibt. Der vielfältige Anbau auf den Ackerflächen von Nahrungs-und Futtergetreide, von eiweißhaltigen Körnerleguminosen, Silomais und versch. Ackerfutterpflanzen (Klee, Gras, Luzerne usw.), sowie gelegentlichen Sonderkulturen lässt es zu, Schülern zu zeigen, wie Vielfalt sich ergänzt, Stabilität bietet und Lebensraum für Begleitflora und Kleintiere, bzw. Insekten. ein besonderer Schwerpunkt dabei ist die Bedeutung des Leguminosenanbaus für die Bodenfruchtbarkeit. In den Tallagen der Vogelsbergbäche und an den Hängen kann die ökologische wertvollle Grünlandnutzung mit Wiesen und Weiden zur Futtegewinnung gezeigt werden. Auch sieht man, wie die Bewirtschaftung auf unsere Gesellschaft wirkt und dort wichtige Funktionen wahrnimmt (vielfältige Vogel- und Tierwelt, Erosionsschutz, Artenreichtum, Freizeitraum, usw.) Die Vermarktung unserer Produkte für den Lebensmittelbereich erfolgt überwiegend an Verarbeiter in der Region und nach Süddeutschland. Die Milch wird in den Milchwerken Oberfranken West im Kreis Coburg zu Biokäse verarbeitet, der in den Einkaufsmärkten unserer Region zu kaufen ist. Ein direkter Bezug von Rohprodukten ist auch möglich und soll zukünftig mit eigenem Hofladen ausgebaut werden. Auf dem Betrieb arbeiten bis zu 10 Menschen, davon 4 aus der Familie (zwei Söhne). Insgesamt 6 Fachkräfte im Hauptberuf. Wir bilden auch selber aus. Die Domäne Konradsdorf liegt am westlichen Rand der Großgemeinde Ortenberg in unmittelbarer Nachbarschaft des Schulzentrums Konradsdorf. Buslinien fahren in der Schulzeit bis an den Hof.

Gerne bieten wir Schulklassen oder anderen Gruppen, Führungen und Besuche mit unterschiedlichsten Schwerpunkten und Inhalten an.Diese können im Vorfeld abgesprochen werden. Mir ist es ein besonderes Anliegen, Kindern und anderen Besuchern zu zeigen, wie in einer zeitgemäßen, moderene Landwirtschaft mit den Kräften der Natur gearbeitet werden kann, um ausreichend und gute Lebensmittel zur Verfügung stellen zu können. Das Arbeiten mit der Natur für gutes Essen steht für uns an erster Stelle. Ansatzpunkte in unserem Betrieb ergeben sich für Unterrichtsinhalte in vielfältiger Weise. Zu Beispiel: Haltung von Nutztieren, Verantwortung für Tieream Beispiel vom Betreuen von Kälbern, das Melken: wie kommt die Milch in die Tüte, Beobachtung der Feldkulturen, Kennenlernen von Lebensgemeinschaften in Feldern (Nützlinge, Schädlinge, Begleitflora, Nutzpflanzen), bis hin zu Themen für die Oberstufe: wie schafft der Ökolandbau eine hohe Lebensqualität, oder Zusammenhänge aus der Geometrie, der Wirtschaftslehre (Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft am Beispiel eines regionalen Biobetriebes). Sprechen Sie uns an!

Tipp

Praxisnahes Lernen rund um Milchkühe und Feldwirtschaft. Direkter Kontakt zu Tieren. Verkostung von ursprünglichen Lebensmitteln. Vermittlung von Grundkenntnissen aus der Arbeit eines Landwirtes an Zielgruppen. Bei guter Vorbereitung kann auch kreativ selber "angepackt" werden. Ab Klasse 5 können beispielsweise Käse oder Milchmixgetränke selber hergestellt oder Futterrationen berechnet werden.